eOne hat SmartConnect nach 15 Jahren von Grund auf neu aufgesetzt. Kein Update der bestehenden Plattform, sondern ein Rebuild der Architektur. Wir setzen SmartConnect in Kundenprojekten aktiv ein, um Dynamics 365 und Business Central mit anderen Systemen zu verbinden. Entsprechend genau haben wir uns angesehen, was sich ändert und worauf es bei einem Umstieg ankommt.
Drei Neuerungen halten wir aus Projektsicht für die wichtigsten:
Drafts. Bisher war jede Änderung sofort live. Eine angepasste Mapping-Konfiguration wirkte direkt in der Produktion, mit allen Risiken. Künftig lassen sich Integrationen als Entwurf bearbeiten, testen und gezielt ausrollen. Wer im Team an komplexen Integrationen arbeitet, kennt den Unterschied zwischen „gespeichert" und „bewusst freigegeben".
Audits und Rollen. Jede Änderung an einer Verbindung, Quelle oder Integration wird nachvollziehbar protokolliert: wer, wann, was. Dazu kommen granulare Berechtigungen. In Setups mit mehreren Beteiligten ist das kein Komfort, sondern Voraussetzung für sauberen Betrieb.
MCP-Server. SmartConnect bekommt eine Schnittstelle, über die KI-Assistenten direkt auf die Plattform zugreifen. Praktisch heißt das: Wenn ein Datensatz nicht im Zielsystem ankommt, lässt sich der Assistent fragen, statt die Run-History manuell zu durchsuchen. Für die Implementierung soll aus einer Anforderungsbeschreibung ein erster Entwurf für Mappings und Abfragen entstehen. Das ersetzt keine Beratung, aber es verschiebt Arbeit von der Konfiguration zur Prüfung.
Ein Detail, das im offiziellen Announcement untergeht: Die Oberfläche soll in der Online- und der On-Premise-Variante künftig identisch sein. Gerade für On-Premise-Kunden ist das relevant, die bisher oft die ältere Oberfläche bekommen haben, während die Cloud vorauszog. Ob auch der Funktionsumfang vollständig gleichzieht, prüfen wir, sobald das Produkt ausgeliefert ist.
Worauf wir bei einem Umstieg achten
Nicht alles, was angekündigt ist, steht zum Release bereit. Der MCP-Server kommt mit der Veröffentlichung. Das dedizierte SmartConnect-Plugin, das den eigentlichen Mehrwert für die Workflow-Automatisierung verspricht, ist für „später dieses Jahr" angekündigt. Was es konkret leisten wird, lässt eOne bislang offen. Für eine belastbare Migrationsplanung trennen wir zwischen dem, was heute verfügbar ist, und dem, was noch Roadmap ist. Genau diese Einschätzung erwarten unsere Kunden von uns, bevor sie eine bestehende, produktiv laufende Integration anfassen.
Die Richtung überzeugt uns. Eine Integrationsplattform, die man abfragen kann, statt sich durch Logs zu arbeiten, verändert den Projektalltag spürbar. Ob der Umstieg im Einzelfall jetzt oder später sinnvoll ist, hängt von der bestehenden Konfiguration, der Betriebsvariante und den geplanten Erweiterungen ab.
eOne stellt die neue Generation in einem Webinar am 24. Juni 2026 vor. Wer tiefer einsteigen möchte, findet die Anmeldung [hier].
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